Superfoods: Ein paar Gedanken zum Trend

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Ich würde hier gerne die Gelegenheit nutzen und ein paar Gedanken über die so genannten „Superfoods“ loswerden. Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, hat sich rund um sie ein richtiger Hype oder auch Aufregung entwickelt. Grundsätzlich bin ich eine Freundin des Trends, da er in Verbindung mit einem gesunden Lebensstil und Ernährung steht, was für mich absolut Sinn macht. Trotzdem sollte jeder Trend hinterfragt und mit Skepsis betrachtet werden.

Je exotischer desto besser?

In meinen Augen gibt es eigentlich keinen wirklich negativen Aspekt in puncto Trend „gesunde Ernährung“. Was allerdings Superfoods betrifft, sollte man vielleicht doch etwas vorsichtiger sein. Ich bezweifle zwar nicht, dass sie wirklich gesund und nahrhaft sind, aber irgendwie macht es den Anschein, als würde versucht werden, uns weis zu machen, dass alles Exotische besser ist, als das schon Bekannte, egal ob es sich um Obst, Gemüse, Getreide oder etwas Anderes handelt. Fakt ist jedoch, dass es Studien und Artikel gibt, die das in Frage stellen und dem entgegen bringen, dass exotische Superfoods nicht immer automatisch besser sind als alle heimischen Produkte, die es schon seit Ewigkeiten in unseren Breiten gibt. Natürlich mag es stimmen, dass Superfoods dem Körper gut tun können, allerdings heißt das nicht automatisch, dass das auf alle anderen Lebensmittel nicht zutrifft. Darüber sollten wir uns im Klaren sein und uns daher nicht nur über diese Superfoods informieren, sondern vor allen Dingen auch über lokale Lebensmittel und ihre oft sehr positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

Einige Beispiele für lokale Superfoods

Es gibt eine Menge Lebensmittel, die wir in Mitteleuropa zur Verfügung haben, die gesund und nahrhaft sind und sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Ich möchte hier einige auflisten:

  • Mangold
  • Grünkohl
  • Spinat
  • Kartoffeln
  • Kürbiskerne
  • Leinsamen
  • (Braun-)Hirse
  • Rollgerste
  • Äpfel
  • Beeren
  • Leinöl
  • Brennnesseltee

Ich denke, es wäre gut, diesen Lebensmitteln etwas mehr Beachtung zu schenken, die ja in unseren eigenen Gärten oder zumindest dem nahen Umfeld wachsen.

Die Frage nach Nährstoffen und Abwechslung

Manche mögen argumentieren, dass diverse Nährstoffe in manchen Superfoods höher konzentriert sind als in anderen Lebensmitteln und deshalb bevorzugt werden sollten. Mag sein, dass die Sache mit der Konzentration bei manchen Dingen zutrifft, wer allerdings möchte jeden Tag die gleiche Art von Getreide, Gemüse oder Obst essen und aufgrund des Konzentrationsarguments auf Variation verzichten? Versteht mich hier nicht falsch, Superfoods in die eigene Ernährung hinzuzufügen ist an sich keine schlechte Sache, da sie erwiesenermaßen gesund sind, was jedoch nicht automatisch heißt, dass sie gesünder sind als andere Lebensmittel und man deshalb nur noch die als Superfoods deklarierten Lebensmittel essen soll und dabei auf alle anderen Dinge vergisst, die die Erde noch so hergeben würde. Außerdem finde ich auch, dass Kochen und Essen viel mehr Spaß machen, wenn man bei den Lebensmitteln variieren kann und auf diese Weise auch selbst drauf kommt, welche Lebensmittel einem selbst besser bekommen als vielleicht so manche andere.

matcha pumpkin granola (2)

Herausfinden welche Superfoods einem individuell gut tun

Der letzte Punkt, den ich gerade erwähnt habe, ist ein sehr essentieller. Jeder Körper ist anders und nicht alle sind dafür gemacht, jedes Lebensmittel auf die gleiche Art und Weise zu vertragen. Ich habe diese Erfahrung letzten Herbst gemacht, als ich Goji-Beeren in mein Frühstück gemischt habe und meine Haut daraufhin ganz rot geworden ist und es eine Zeit lang gedauert hat, bis ich drauf gekommen bin, was die Ursache war. Deshalb habe ich realisiert, dass nicht alles, das als Superfood gilt, auch wirklich allen Leuten gut tut, da jeder Körper anders darauf reagiert. Das gilt genauso für alle anderen Lebensmittel. Deshalb: probiert verschiedenste Lebensmittel oder auch Superfoods aus, horcht in euch hinein und findet so heraus, welche Lebensmittel euch gut bekommen und welche weniger. Nur weil etwas Superfood heißt, bedeutet das nicht, dass es unfehlbar ist.

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Meine liebsten Superfoods

Ich habe allerdings auch andere, gute, Erfahrungen gemacht. Ich verwende zum Beispiel sehr gerne Chia-Samen, da sie viele Nährstoffe enthalten und außerdem lange satt machen. Außerdem sind sie eine tolle Alternative zu Eiern. Das Gleiche gilt für Leinsamen. Ich könnte mir nicht vorstellen, auf diese zu verzichten, da sie sich sehr positiv auf die Verdauung auswirken. Zudem verwende ich gerne Kokosöl zum Backen, da es cholesterinfrei und außerdem am Ende doch relativ geschmacksneutral ist, weshalb es für die meisten Rezepte verwendbar ist. Beispiele für Rezepte, wo Superfoods verwendet werden, sind meine Quinoa-Müsliriegel, die Superfood-Bagels, Hirseporridge mit Kokosmilch oder auch das leckere Bircher-Müsli.

Superfood Bagels

Lange Rede, kurzer Sinn: meine Gedanken über Superfoods zusammengefasst

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Superfoods zwar wirklich gesund sind, wir aber nicht vergessen dürfen (wozu viele allerdings neigen), dass auch andere Lebensmittel, die weniger exotisch klingen, ebenso sehr gesund sind und uns mit vielen Nährstoffen beliefern. Das Wichtigste ist jedoch, verschiedenste Lebensmittel auszuprobieren und für uns selbst herauszufinden, welche davon unseren Körpern individuell gut tun, egal ob sie als Superfoods gehyped werden oder nicht. Und vor allen Dingen ist Informationen darüber, woher wir wichtige Nährstoffe erhalten essentiell dafür, unsere Körper je individuell gesund zu halten.

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