Asiatische Sommerrollen und Food Pairing

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Eines meiner liebsten asiatischen Gerichte sind Sommerrollen. Sie sind so lecker und leicht, ich könnte sie fast täglich essen. Das tolle ist, dass man sie mit wirklich allem füllen kann, sowohl mit süßen als auch mit pikanten Zutaten. Ich esse sie oft in vietnamesischen Restaurants, aber da ich in der Nähe eines internationalen Supermarktes wohne, habe ich mir gedacht, ich probiere die Zubereitung einmal selbst aus und möchte mein Rezept dafür hier mit euch teilen.

Food Pairing und Food Completing

Bevor ich die Rollen zubereitet habe, musst ich mich der Frage stellen, womit ich sie denn überhaupt füllen soll. Als ich in Salzburg beim Salt and the City Blogger Event war, habe ich in einem der dort angebotenen Workshops ein paar interessante Fakten über Food Pairing und Food Completing gelernt. Zuerst muss man sich vor Augen halten, dass es verschiedene Geschmacksrichtungen gibt: süß, scharf, salzig, bitter, sauer und umami.

Wenn ihr einen tollen Geschmack mit euren Küchenkreationen erzeugen wollt, dann behaltet euch diese Geschmacksrichtungen im Kopf und versucht, mehrere davon beim Kochen zu kombinieren, um die Mahlzeiten interessanter zu gestalten.

Ein anderer wichtiger Faktor ist die Konsistenz der verwendeten Zutaten, also sollte man auch darauf achten, verschiedene Konsistenzen in einem Gericht zu kombinieren.

Zu guter Letzt ist es wichtig, dass die Zutaten am Teller nicht alle die gleiche Farbe haben. Farbvariation ist bedeutsam, da die Augen ja bekanntlich immer mitessen.

Die Umsetzung der Fakten aus dem Food Pairing und Combining Workshop

Genau das oben Beschrieben habe ich versucht, zu berücksichtigen, als ich die Sommerrollen gemacht habe. Deshalb habe ich mich entschieden, Karotten, Gurke, Avocado, Radieschen, Erdbeeren, Fenchel und Quinoa mit Tamari und Chili zu verwenden. Das hat in einer Variation von Farben, Konsistenzen und Geschmacksrichtungen resultiert. Meine Sommerrollen waren also orange, rot, hellbraun, grün und weiß, hatten süße (Erdbeeren), scharfe (Chili-Flocken, Radieschen), salzige (Tamari), saure (Tamari) und auch neutrale (Gurke, Avocado) Komponenten. Außerdem waren manche Zutaten knackig (Fenchel, Gurke, Karotten, Radieschen) und manche anderen eher weich (Erdbeeren, Avocado, Quinoa). Dieses Gericht war und ist also nicht nur ausgewogen was die Nährstoffe betrifft, sondern auch im Hinblick auf Geschmack, Konsistenz und Farben balanciert. Ich kann wirklich empfehlen, diese Aspekte beim Kochen im Kopf zu behalten, da die Rezeptkreationen dann noch ein Stück besser und schöner werden.

Zutaten für etwa 5 Rollen:

5 Stück braunes Reispapier

3 Esslöffel Quinoa

5 Erdbeeren

1 Karotte

2 Radieschen

1/2 kleiner Fenchel

1/2 Avocado

6cm Gurke

1 Schuss Tamari

Chili-Flocken

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Zubereitung:

Quinoa mit etwa der doppelten Menge Wasser in einem Topf kochen. Sobald er fertig ist, einen Schuss Tamari und Chili-Flocken hinzufügen und auf die Seite geben.

In der Zwischenzeit Erdbeeren, Gurke, Radieschen, Karotten, Avocado und Fenchel in dünne Stücke schneiden. Die Karotte am besten mit einem Sparschäler dünn schneiden, bis sie wie Nudeln aussehen.

In einem breiten Topf etwas warmes Wasser vorbereiten. Dann jedes Stück Reispapier im Wasser nacheinander einweichen. Nicht alle zugleich hinein geben, da sie sonst zusammenkleben. Sobald das jeweilige Reisblatt weich ist, dieses auf einen leicht befeuchteten Teller legen (ansonsten klebt das Reisblatt fest) und dieses füllen. Dazu Gemüse- und Obststücke sowie den Quinoa mittig platzieren, die oberen Enden des Blattes einklappen und rollen. Es ist wichtig, die Reisblätter sehr fest einzurollen, damit sie nicht auseinanderfallen. Diese Schritte auch mit allen anderen Reisblättern durchführen und dann genießen!

Mit etwas Tamari oder Erdnusssauce servieren. Damit werden die Rollen noch einmal besser schmecken!

Natürlich ist es möglich, auch andere Zutaten zu verwenden als die vorgeschlagenen. Seht einfach nach, was gerade in Saison ist, und füllt eure Rollen einfach damit.

Saison: Sommer

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