Meine Erfahrung mit kiweno nutriscreen

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Habt ihr schon von kiweno gehört? Nein? Dann würde ich mal meinen, es wird höchste Zeit dafür. Warum? Weil kiweno nach eigenen Angaben auf der Homepage www.kiweno.com „der erste Schritt in eine gesündere Zukunft“ ist. Was dieses Start-Up bietet, ist ein nutriscreen, also ein Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Auswertung des Befundes und Tipps inklusive. Ich habe mir das einmal näher angesehen und mein Blut testen lassen. Nach großen Augen beim Studieren meines Befundes und nachdem ich mich hinterher wieder gefangen habe, möchte ich meine Erfahrungen nun mit euch teilen und, das nehme ich hier schon vorweg, euch den nutriscreen von kiweno wärmstens ans Herz legen.
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Wie funktioniert kiweno?

Die Basis für den kiweno nutriscreen bildet zuallererst das Internet. Jede/r Interessierte kann den Test eigenständig online bestellen, dieser wird schließlich nachhause geliefert. Nun liegt es an einem selbst, der Firma und dem mit ihr kooperierenden renommierten medizinischen Labor eine Blutprobe zur Verfügung zu stellen. Diese schickt man ganz einfach auf dem Postweg ins Labor und rund eine Woche später erhält man online seine Befunde. Klingt einfach, ist es auch!

Was beinhaltet das Produkt?

Das Produkt, also der Selbsttest zur Feststellung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, besteht aus zwei sterilen Lanzetten zur Blutentnahme, zwei Pflastern, einem sterilen Tupfer, einem Blutauffangröhrchen, einem Transportröhrchen, einem Identifikationsetikett sowie einer Identifikationskarte. Zudem ist ein Kunststoffbeutel enthalten, in dem die Blutprobe dann ins Labor transportiert wird. Eine äußerst detaillierte Anleitung, wie man selbst zur Blutprobe kommt, ist natürlich ebenfalls enthalten.

Ich muss gestehen, Blut abnehmen war mir seit jeher ein Graus. Es ist schon vorgekommen, dass mir alleine bei dem Gedanken daran schwindelig oder übel geworden ist, ohne hier zu übertreiben. Der Selbsttest hat mir somit einiges an Nerven und Überwindung gekostet, ich habe es allerdings schlussendlich geschafft, der Beschreibung Schritt für Schritt zu folgen und ohne darüber nachzudenken, was hier eigentlich passiert, mir mit einer Lanzette in den Mittelfinger zu pieksen und das Blut in das dafür vorgesehene Röhrchen tropfen zu lassen. Es war absolut nicht schlimm und ich bin immer noch mächtig stolz darauf, dabei nicht umgekippt zu sein.

Was passiert nach der Blutabnahme?

Nachdem man das Röhrchen bis zur Markierung mit Blutstropfen gefüllt hat, steckt man dieses in einen bereits adressierten Beutel, bringt es umgehend zur Poststelle oder auch zum nächsten Postkasten und dann heißt es: warten. Wichtig ist außerdem, sich auf my.kiweno.com zu registrieren, damit die Befunde eingetragen werden können und man per E-Mail informiert werden kann, sobald die Ergebnisse einsehbar sind.

Die Ergebnisse des nutriscreen Selbsttests

Bei mir hat es ziemlich genau 1 Woche gedauert, bis der Befund online war. Ich war positiv überrascht, wie umfangreich dieser gestaltet ist. Man wird nicht nur darüber informiert, auf welche Lebensmittel man mit welcher Intensität reagiert, sondern erhält zudem Ernährungstipps und Hinweise, wie man die Nahrungsmittel, die man schlecht erträgt, am besten ersetzen kann.

Ein paar Worte zu meinen persönlichen Resultaten

Ich möchte an dieser Stelle nicht verschweigen, dass der Test für mich sehr interessante Ergebnisse gebracht hat, mit denen ich absolut nicht gerechnet hatte und die sich nachhaltig auf meine Ernährung auswirken werden, vor allem was die nächsten zwei bis sechs Monate betrifft. Die höchste Unverträglichkeit wurde bei mir bei Kasein festgestellt, also ein Protein aus Milcherzeugnissen aller Tiere. Das heißt für mich, dass ich die nächsten vier bis sechs Monate gänzlich auf Milchprodukte verzichten werde. Auch auf andere Lebensmittel reagiert mein Körper offenbar mit leichter bis mittlerer Unverträglichkeit. Diese Nahrungsmittel werde ich je nach Intensität der Unverträglichkeit während der nächsten Monate entweder ganz aus meiner Ernährung ausschließen oder künftig nur noch alle drei bis vier Tage zu mir nehmen.

Neben den wirklich detaillierten Befunden mit Erklärungen und Vorschlägen für Ersatzlebensmittel für jene, die unverträglich sind, liefert kiweno zudem Hinweise, welche Nahrungsmittel dem eigenen Darm und dem Körper allgemein gut tun, sowie diverse Ernährungstipps, wie zum Beispiel zur Reduktion von Blähbäuchen oder zur Stärkung des Immunsystems.

kiweno test (2)

Mein Eindruck von kiweno und der Idee dahinter

Zuerst war ich etwas skeptisch von der Gesamtidee, als mir nur die Schlagworte „Nahrungsmittelunverträglichkeit“, „online“ und „Selbsttest“ zu kiweno bekannt waren. Als ich mich dann aber näher damit auseinandergesetzt habe, habe ich diese Skepsis revidiert und bin zu der Ansicht gekommen, dass die Idee, die kiweno da zur Umsetzung gebracht hat, wirklich gut ist.

Die Online-Bestellung eines Selbsttests macht vor allen Dingen eines überflüssig: die Konsultation eines Arztes. Der Weg zum Arzt ist oftmals eher negativ besetzt und mit dem Gedanken an ein mögliches Krankheitsbild verbunden. Das bringt möglicherweise bei der ein oder anderen Person Scheu vor einer solchen Testung mit sich. Werden dieser Gang in eine Arztpraxis, die Terminvereinbarung und das Warten davor, allerdings ausgeklammert, bekommt ein solcher Test und der Erhalt eines Befunds einen alltäglicheren und weniger mit Krankheit assoziierten Charakter. Noch bevor ich meinen eigenen Befund erhalten hatte, war ich skeptisch, was die Gestaltung eines solchen Befundes betrifft, da ich es als eher gefährlich erachte, wenn Diagnosen aus der Ferne erstellt werden und man als Laie mit den Ergebnissen quasi alleine dasteht. Allerdings hat sich diese Skepsis aus dem Grund als nichtig herausgestellt, da äußerst umfassende Erklärungen mit dem Befund mitgeliefert werden, wie oben bereits beschrieben. Ich habe also nicht das Gefühl, mich mit meinen Testergebnissen nicht auszukennen, obwohl ich mit medizinischen Dingen normalerweise eher wenig zu tun habe. An dieser Stelle also ein großes Lob an kiweno.

kiweno und allgemeines Gesundheitsbewusstsein

Immer mehr ist von allen Seiten her zu merken, dass das Gesundheitsbewusstsein in unseren Breiten ständig am Wachsen ist. Wie ich schon in meinem Beitrag über Smoothies geschrieben habe, bin ich keine Befürworterin von unreflektiertem Folgen diverser Trends, egal worum es sich handelt. Den Trend, sich mit seinem Körper und seiner Ernährung zu befassen, finde ich allerdings äußert positiv und ich bin froh, dass das Interesse dafür bei vielen Menschen immer mehr steigt. Was im Zusammenhang damit an kiweno hochzuheben ist, ist die Tatsache, dass die ganze Sache von medizinischer Seite gestützt ist. Es handelt sich dabei also nicht um das Erschaffen von Diät-Mythen, die sich seit jeher abwechseln und regelmäßig für Aufruhr sorgen, sondern vielmehr unterstützt die Idee von kiweno meiner Meinung nach eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Ernährung, dem eigenen Körper und damit einhergehend mit dem eigenen Wohlbefinden. Letzteres wird nämlich selten durch das Folgen von Diät-Mythen erreicht, sondern wohl vielmehr dadurch, darauf zu achten, was einem individuell gut tut. Jeder Körper sieht nicht nur anders aus, sondern braucht auch unterschiedliche Dinge in verschiedenen Mengen. Das stärker in den Blick zu rücken und die Leute dazu anzuregen, sich damit auseinanderzusetzen, um sowohl Körper als auch Geist, die ja miteinander zusammenhängen, bewusst wahrzunehmen und nach den je individuellen Bedürfnissen zu versorgen, ist meiner Meinung nach äußerst wichtig.

Ich kann es allen Leuten, egal ob sie Unverträglichkeiten vermuten oder nicht – ich in meinem Fall habe ja keine vermutet und im Befund dann doch die eine oder andere Sensibilität auf bestimmte Nahrungsmittel vorgefunden – empfehlen, einen solchen nutriscreen zu machen. Die Durchführung ist, wie oben beschrieben, äußerst einfach und die Lebensqualität wird durch die richtige Umsetzung der individuell abgestimmten Ernährungstipps hoffentlich um einige Grade verbessert. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie sich eine neuerliche Ernährungsumstellung durch die Beachtung der kiweno-Testergebnisse bei mir auswirken wird.

kiweno hat mir das Testen des nutriscreens kostenlos ermöglicht. Vielen Dank dafür! Meine Meinung ist davon allerdings gänzlich unbeeinflusst.

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2 Comments

  • Reply Caroline Donnerstag, 14UTCThu, 14 Jan 2016 23:00:07 +0000 14. Januar 2016 at 23:00

    Hallo! Finde deinen Beitrag sehr interessant! Mich würde vor allem interessieren, wie es dir jetzt – einige Monate nach dem Test und nach dem Verzicht der sensibilisierten Lebensmittel geht. Merkst du eine Veränderung? Hast du das Gefühl, dass es dir sogar soweit hilft, diese Lebensmittel auch für länger als 6 Monate aus dem Speiseplan zu streichen?
    Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht!
    LG Caro

    • Reply thegreenbowl Freitag, 15UTCFri, 15 Jan 2016 11:14:31 +0000 15. Januar 2016 at 11:14

      Liebe Caro,
      danke für dein Feedback :)
      Viele der Lebensmittel esse ich nur noch im Rotationsprinzip, d.h. maximal alle 3-4 Tage. Ich muss aber sagen, dass das nicht immer zu 100% möglich ist, weil frische Lebensmittel ja sonst schlecht werden. Ich habe allerdings bemerkt, dass mein Körper nicht auf alle diese Lebensmittel gleich negativ reagiert. Zum Beispiel habe ich das Gefühl, dass Bananen gar kein Problem sind, Dinkel allerdings weniger gut ist. Also selbst zwischen den nur leicht unverträglichen Lebensmitteln merke ich Unterschiede.
      Auf Eier und Hefe habe ich 2 Monate lang komplett verzichtet. Beim Essengehen im Urlaub im Dezember habe ich allerdings einmal ein hefehältiges Produkt gegessen. Zu meiner Überraschung und großer Freude hat mein Bauch nicht rebelliert, d.h. ich hatte keine Schmerzen und auch keinen Blähbauch. Gleiches gilt für die anderen beiden Male seither, an denen ich hefehältiges Brot gegessen habe. Ich merke zwar, dass der Körper mit diesen Lebensmitteln etwas anders umgeht, also dass sie ihn ein bisschen irritieren, aber es mündet nicht mehr in Schmerzen. Ich werde also in Zukunft zwar privat schauen, auf Hefe zu verzichten, beim Essengehen allerdings nicht mehr so streng darauf achten, dass alles hefefrei ist.
      Was die Eier betrifft, habe ich keine so gute Erfahrung gemacht. Probiert habe ich sie in Form von Weihnachtskeksen (ohne Milchprodukte). Allerdings kann es auch sein, dass dem Körper der Zucker oder die Mehlsorte nicht bekommen ist. Dem muss ich erst näher auf den Grund gehen. Seither habe ich allerdings keine eihältigen Nahrungsmittel mehr probiert. Ich denke, da braucht der Körper noch etwas Schonzeit.
      Milchprodukte kann ich erst ab März oder April wieder probieren, deshalb kann ich diesbezüglich noch nichts sagen.
      Generell habe ich das Gefühl, dass das Verdauungssystem einfach besser funktioniert. Eine sehr große Umstellung war es zwar nicht, da ich ohnehin fast immer vegan gegessen habe, allerdings macht es beim Essengehen doch einen großen Unterschied, da es mit dem ganz strengen Verzicht in vielen Restaurants schwierig wird, etwas Passendes zu finden. Vorher hatte ich es meistens so gelöst, dass ich mich daheim vegan ernährt habe und in Restaurants vegetarisch, wenn es nichts Veganes gegeeben hat. Das war jetzt nicht mehr möglich und deshalb manchmal etwas mühsam.
      Ich denke, dass ich es in Zukunft so lösen werde, dass ich in meiner eigenen Küche auf die sensibilisierten Lebensmittel verzichten, beim Essen auswärts das jedoch etwas lockerer halten werde.

      Ich hoffe, das beantwortet deine Fragen. Wenn du noch etwas wissen willst, dann melde dich einfach :-)

      Liebe Grüße,
      Lisa

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