StudentInnenküche: Günstig und Trotzdem Gesund

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In den letzten Wochen habe ich einmal bewusst und intensiver darüber nachgedacht, welche Lebensmittel denn eigentlich am günstigsten zu kaufen sind. Anlass dafür war die Überlegung, wie es möglich ist, gesund und ausgewogen zu essen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen. Ich habe deshalb in der letzten Zeit eine Liste mit Tipps erstellt, anhand derer es möglich ist, das Budget in Schach zu halten und trotzdem ausreichend nahrhafte, leckere und abwechslungsreiche Gerichte zu kochen.

Saisonal einkaufen

Sehr günstig fährt man, wenn man sich beim Einkauf nach den saisonalen Angeboten richtet. Aktuell sind zum Beispiel überall größere Netze mit noch ungekochten Roten Rüben zu bekommen, während im Sommer häufig größere Packungen mit 2 bis 5 Zucchinis darin erhältlich sind. Die Preise dafür sind oft recht niedrig, selbst für die biologischen Produkte. Deshalb habe ich es mir seit Beginn des Bloggens angewöhnt, fast ausschließlich die Produkte zu verwenden, die gerade aus regionalem Anbau zu bekommen sind.

Gefrorenes Obst und Gemüse vorrätig haben

Gemüse und Obst, das gerade nicht in Saison ist, kann man auch aus regionalem Anbau tiefgefroren kaufen. Sehr gerne mache ich das mit Spinat, Erbsen und Beeren. Ich habe immer eine Packung grünes Gemüse und eine Packung Beeren im Tiefkühlfach, um selbst dann etwas zu essen zu haben, wenn der Rest des Kühlschranks nicht sonderlich viele frische Obst- und Gemüsesorten hergibt. Was ich nicht so gerne mag, sind Brokkoli oder Fisolen, da sie sehr wässrig sind, sobald sie auftauen. Das ist allerdings Geschmackssache. Lange Rede, kurzer Sinn: Tiefkühlgemüse hält lange und kommt relativ günstig.

Bei Angeboten zuschlagen und Teile einfrieren

Oft sind in Supermärkten Gemüse- und Obstsorten in größeren Mengen im Angebot. Doch welcher Student oder welche StudentIn braucht schon innerhalb weniger Tage mehrere Kilo Zwetschgen, Tomaten oder Fenchel auf? Wohl kaum jemand. Allerdings gibt es hierfür eine Lösung: Vor allem das Gemüse, aber auch viele Steinobstsorten wie Marillen oder Zwetschgen, lassen sich problemlos einfrieren. Dafür das Gemüse schneiden und für zwei Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser geben, dann abseihen, auskühlen lassen, in Dosen oder Gefriersäcke geben und einfrieren, um es zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden. Das Obst zum Einfrieren einfach belassen wie es ist, halbieren oder würfeln, abhängig von der Sorte. Da manche Gemüsesorten aber sehr viel Wasser speichern, kann es sein, dass das Gemüse sehr wässrig ist, sobald es auftaut. Am besten lässt sich solch tiefgefrorenes Gemüse in Saucen, Curries oder für Suppen verwenden. Natürlich gibt es aber auch die Möglichkeit, beim Kochen einfach mehrere Portionen vorzubereiten und Teile einzufrieren. Dann hat man nicht  nur das noch zu verarbeitende Gemüse im Tiefkühler, sondern gleich das fertige, aber selbst gemachte Essen.

Am Wochenmarkt die Reste abstauben

Hin und wieder schaffen es meine Mitbewohnerin und ich, auf Wochenmärkten kurz vor Verkaufsschluss nach Resten zu fragen, die Aufgrund der Optik nicht mehr verkauft werden können. Manchmal haben wir Glück und bekommen sowohl verschiedenes Obst als auch Gemüse. Falls ihr also an einem Markt vorbei kommt, wo die Stände schon beginnen, zu schließen, fragt doch einfach nach, ob zufällig Reste übrig sind, die ihr einfach so oder auch für einen Betrag eurer Wahl haben könnt.

Obst und Gemüse rund ums Jahr

In Österreich, wahrscheinlich auch generell in Mitteleuropa, gibt es Obst- und Gemüsesorten, die das ganze Jahr über aus regionalem Anbau erhältlich, zudem auch relativ preiswert sind und bei richtiger Lagerung lange halten. Die Liste unten mag zwar etwas dürftig aussehen, aber man darf hier ja nicht vergessen, wie schon im ersten Punkt ganz oben beschrieben, dass saisonale Nahrungsmittel noch hinzukommen und ebenfalls vergleichsweise günstig ausfallen.

Gemüse- und Obstsorten, die das ganze Jahr über günstig zu kaufen sind

  • Karotten
  • Kartoffeln
  • Äpfel

Hülsenfrüchte, Pasta und verschiedenes Getreide zur Hand haben

Immer nur von frischem Gemüse und Obst zu essen, ist auf Dauer etwas teuer und außerdem einseitig. Darum ist es wichtig, gute Protein- und Kohlehydratquellen vorrätig zu haben. Günstig sind natürlich weiße Nudeln und weißer Reis, recht gesund ist das allerdings nicht. Mein Tipp ist es, einerseits verschiedene Getreidesorten wie Quinoa, Hirse, Vollkornreis oder Rollgerste zuhause zu haben, damit euch beim Kochen und Essen nicht langweilig wird, und andererseits Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen noch ungekocht einzukaufen, da man auf diese Weise eine Menge Geld spart. Zwar müssen trockene Hülsenfrüchte etwas länger zubereitet werden, da man sie über Nacht einweicht und dann ungefähr 1 Stunde lang kochen muss, aber wie der Titel schon sagt, geht es hier um günstige StudentInnenküche und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es immer wieder Tage gibt, an denen die Anwesenheitspflicht in Unilehrveranstaltungen nicht sonderlich hoch ist und deshalb zum Beispiel während dem Frühstück oder neben dem Lernen Zeit ist, Hülsenfrüchte am Herd köcheln zu lassen. Auch wenn man nicht mehr studiert, findet sich wohl die ein oder andere Stunde, die Hülsenfrüchte vorzubereiten. Alles, was es dafür braucht, ist ein bisschen Planung und das dürfte wohl nicht immer ein allzu großes Problem sein. Zum Thema Pasta: Wenn, dann verwende ich ausschließlich Vollkornnudeln. In manchen Läden bekommt man selbst diese Variante zu einem sehr guten Preis.

Inspiration gefällig?

Falls ihr ein paar Inspirationen braucht, was ihr denn so kochen könnt, egal ob für euch selbst, für Freunde oder auch für die ganze Familie, dann durchforstet doch entweder den Rezepteindex von meinem Blog oder auch mein Instagram-Feed, wo ich auch viele Ideen und Kombinationen poste, die bisher noch nicht am Blog gelandet sind. Viel Spaß beim Schmökern!

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