Basenfasten 101

soup creamy broccoli and cucumber 1

In der Woche vor Weihnachten habe ich fünf Tage lang Basenfasten ausprobiert. Die Idee, das auszuprobieren, entstand durch ein Gespräch bei einer Tasse Tee mit der lieben Anna-Sophie von Healthy Annafidschi. Sie hat mir davon berichtet, dass sie das schon einmal ausprobiert und sich dabei an den Blog-Post zu dem Thema von kiweno gehalten habe. Also habe ich mir den Artikel auf www.kiweno.com einmal durchgelesen und beschlossen, Basenfasten an mir selbst auszuprobieren. Ich möchte hier mit euch meine Erfahrungen teilen und euch vor allem ein paar Ideen liefern, was man beim Basenfasten so alles essen könnte, ohne ständig das Gefühl haben zu müssen, unentwegt auf etwas verzichten zu müssen.

Basenfasten nach kiweno

Ich möchte hier die Tabelle mit euch teilen, die kiweno seinen LeserInnen fürs Basenfasten zur Verfügung stellt. Sie gibt einen guten Überblick darüber, welche Lebensmittel beim Basenfasten ausgeklammert werden sollten. Der ganze Artikel von kiweno ist hier zu finden: Basenfasten – eine Wohltat für die Darmgesundheit

  • Fleisch, Wurstwaren, Schinken
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Rindsuppe
  • Eier
  • Milchprodukte (zB. Joghurt, Topfen, Kefir, Käsesorten, etc.)
  • Essig
  • Senf
  • Ketchup
  • gehärtete Fette und Öle
  • Margarine
  • sämtliche Fertigprodukte
  • Getreideprodukte (vor allem Weizenmehl, polierter Reis, Vollkornprodukte)
  • Back- und Teigwaren (zB. süßes Gebäck, Kuchen, Kekse)
  • Frühstückscerealien (zB. Cornflakes, Knuspermüslis)
  • Sojaprodukte, besonders Fleischersatz
  • Süßigkeiten, Eis
  • Raffinierter Zucker
  • Softdrinks und Limonaden
  • Alkohol- und koffeinhaltige Getränke (zB. Kaffee, schwarzer Tee)
  • Früchtetee

Tabelle © kiweno

Meine Regeln beim Basenfasten

Ich habe mich beim Basenfasten relativ streng an die obige Tabelle gehalten. Man findet zu dieser Diät unglaublich viele Dinge im Internet, allerdings wollte ich auf Nummer sicher gehen, mich an einen stringenten Plan und habe mich daher vor allem an die Informationen von kiweno gehalten, da ich diese Seite sehr schätze. In einigen Dingen war ich unsicher, weshalb ich direkt bei kiweno nachgefragt habe, woraufhin ich sehr schnell Antworten erhalten hatte.

Meine erste Frage war, ob es in Ordnung ist, beim Basenfasten Quinoa zu essen, da dieser ja offiziell nicht als „Getreide“ geführt wird. Quinoa ist durchaus basisch, allerdings sollte aber beim Basenfasten darauf verzichtet werden. Das Gleiche gilt für Hülsenfrüchte.

Meine zweite Frage war, ob Chia- und Leinsamen beim Basenfasten gegessen werden können. Zu meiner Freude sind diese beiden Lebensmittel so weit basisch, dass sie auch während dieser Diät genossen werden können. Auch Walnüsse sind erlaubt.

Ich muss hier allerdings noch hinzufügen, dass ich in der Mitte der Woche einmal eine Ausnahme gemacht habe, da ich mit meiner Mitbewohnerin schon länger ausgemacht hatte, wieder einmal gemeinsam schön essen zu gehen. Da gab’s dann Reisnudeln mit Wok-Gemüse. An den anderen Tagen jedoch war ich sehr konsequent.

green smoothie (4)

Meine Basenfasten-Woche in Essensrationen

Die große Umstellung war für mich, dass es während dieser fünf Tage kein Porridge zum Frühstück gab. Ich habe daher anfangs jeden Tag etwas Anderes gefrühstückt, um auszuprobieren, was mir am besten tut. Mein Favorit war dann schließlich hausgemachtes Kokosjoghurt mit Obst und Walnüssen. Das hat einerseits satt gemacht und andererseits immer sehr gut geschmeckt.

Ansonsten war die Umstellung nicht allzu groß. Dennoch muss ich sagen, dass das Sättigungsgefühl weniger schnell eingetreten ist als normalerweise, wenn ich Getreide und Hülsenfrüchte, wie zum Beispiel Linsen oder Rollgerste, in meine Mahlzeiten inkludiere.

Zudem hatte ich das Gefühl, öfter hungrig zu sein als sonst. Anstatt drei Mal am Tag habe ich also 5 Mal am Tag gegessen, wobei die beiden Zwischenmahlzeiten meistens ein Glas grüner Smoothie oder ein Stück Obst waren.

Für alle, die Interesse an so einer kleinen Magen-Darm-Kur haben und noch nicht recht wissen, wie die Mahlzeiten genau aussehen könnten, möchte ich hier eine kleine Liste mit Ideen erstellen. Manches davon ist von meinem Blog, oft in abgewandelter Form, andere Dinge waren einfach schnell zusammengemischt. Ich habe mich bemüht, immer eine Kohlehydratquelle zu inkludieren und auch auf ausreichend grünes Gemüse für die Proteinzufuhr in den Mahlzeiten geachtet. Hier also ein kleiner Überblick:

  • Mehlfreie Süßkartoffelpancakes (Süßkartoffepüree, Leinsamen, Chia-Samen, Wasser, Gewürze)
  • Karotten-Leinsamen-Pancakes (Leinsamen, geriebene Karotten, Wasser, Gewürze)
  • Gekochtes Rotkraut
  • Ofenkartoffeln
  • Buntes Ofengemüse (Süßkartoffel, Kartoffel, Brokkoli, Kürbis, Karotten, etc.)
  • Süßkartoffelwedges
  • Kürbis aus dem Ofen
  • frische Maroni
  • roher Brokkolisalat mit einem Dressing aus Zitronensaft, Leinöl und Honig
  • Tomatenragout mit Spinat und Brokkoli
  • Vogerlsalat mit Tomaten, Feldgurke, Oliven und Kartoffelwürfeln
  • Mehlfreie Leinsamenpizza mit einem Boden aus geriebenen Karotten, Brokkolireis, Leinsamen, Chia-Samen, ungesüßtem Apfelmus, Wasser und Gewürzen
  • Fenchel-Champignon-Suppe

Ich habe jeweils mehreres davon kombiniert, um immer einen bunt gefüllten Teller vor mir zu haben. Blickt man ins Gemüseregal in den Supermärkten, ist die Bandbreite an möglichen Gerichten ja unglaublich groß. Auch wenn das Wort „Fasten“ im „Basenfasten“ drinnen steckt, heißt das also nicht, dass eine Woche lang Genussverbot herrscht. Es geht nur darum, auf gewisse Lebensmittel zu verzichten und dabei gleichzeitig etwas mehr mit den erlaubten Nahrungsmitteln, vor allem mit den Gemüsesorten, zu experimentieren.

Mein Fazit zum Basenfasten

Ich habe das Basenfasten aus dem Grund als Bereicherung erlebt, da mein Körper dabei etwas ganz Neues kennen gelernt hat. Am ersten Tag ist es mir allerdings schwer gefallen, auf Getreide und Hülsenfrüchte zu verzichten. Je fortgeschrittener die Woche, desto besser ist es gegangen. Daher vermute ich, dass der Körper einfach einen oder mehrere Tage Zeit braucht, um sich umzustellen. Da meine Ernährung ohnehin sehr basisch ist, da ich weder Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Zucker, Eier, weiße oder Fertigprodukte konsumiere noch Kaffee trinke, habe ich eben nur diesen einen Tag gebraucht, um mich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich nehme daher an, dass omnivore Esser und Esserinnen vielleicht ein bisschen mehr Zeit dafür brauchen.

Ich bin tatsächlich froh, das Basenfasten ausprobiert zu haben. Vor allem nach eher ungesunden Zeiten, wie der Weihnachtszeit, oder nach einem Urlaub, wo viele und auch ich nicht ganz so sehr auf eine gesunde Ernährung achten wie im normalen Alltag, ist das Basenfasten meiner Meinung nach eine ideale Methode, den Körper wieder auf Trab zu bringen und dadurch das Wohlbefinden zu steigern.

Da meine Ernährung, wie schon gesagt, grundsätzlich einer basischen Ernährung entspricht, sehe ich es aber nicht unbedingt als notwendig an, das Basenfasten tatsächlich regelmäßig für längere Zeit, zum Beispiel 2 Wochen, durchzuführen. Nach Urlauben jedoch für ein paar Tage eine solche Kur für den Darm zu machen, empfinde ich als durchaus sinnvoll, auch wenn die alltägliche Ernährung tendenziell basisch ist.

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