Die tägliche kleine Sünde: Wie man Süßigkeiten gesünder gestalten kann

chocolate raw cashew and curry (4)

Mal ehrlich, wer schafft es tatsächlich in puncto Ernährung 24 Stunden lang 7 Tage die Woche durch und durch konsequent zu bleiben? Ich glaube, ich gehöre da nicht dazu, zumindest nicht immer. Ich muss schon zugeben, dass ich oft einmal Phasen habe, wo mir eine kleine, süße Ernährungssünde nicht einmal in den Sinn kommt, einfach nur deshalb, weil ich keine sündigen Dinge eingekauft habe. Aber dann kommt das Wochenende in Oberösterreich in meinem Elternhaus und plötzlich sieht da die Welt wieder ein bisschen anders aus. Ein Stück Schokolade hier, ein kleiner Muffin da und vielleicht noch eine kleine Kugel Eis dazu. Manchmal ist es hinterher dann etwas schwierig, wieder in den eigenen normalen Rhythmus mit den gewohnten gesunden Lebensmitteln zu kommen. Warum genau das so ist, weiß ich nicht (liegt’s vielleicht am Zucker, den ich eigentlich nicht mehr gewohnt bin und der erwiesenermaßen süchtig macht?), aber das Problem besteht hin und wieder doch.

Wenn nicht der Geist, sondern der Körper verweigert…

Prinzipiell finde ich ja, dass nichts dabei ist, hin und wieder mal etwas zu essen, das nicht unbedingt auf der Liste gesunder Lebensmittel steht, solang es ethisch haltbar ist. Allerdings tut sich bei mir da ein kleines Problem auf, das mich sehr stört und daher vielleicht doch nicht mehr ganz so klein ist. Egal ob Zucker, schlechte Fette, Milchprodukte, Soja oder industriell hergestellte, übersalzene Aufstriche: Meine Haut reagiert bei jedem Bissen der genannten Produkte in Sekundenschnelle und beklagt sich augenscheinlich über das schlechte Essen. Manchmal kommen dem sogar Magen und Darm zuvor. Dann scheint die Misere perfekt, wenn die Dinge weder innen noch außen rund zu laufen scheinen. Doch was tun, um dem Abhilfe zu schaffen? Ich habe nach und nach begonnen, vieles selbst zuzubereiten oder herzustellen. Darum liste ich hier meine kleinen Sünden auf und stelle euch meine Ideen vor, wie man dem geschilderten Problem der Haut- und Bauchrebellion nach Süßem und Gekauftem aus dem Weg gehen kann, ohne das Gefühl zu haben, auf etwas verzichten zu müssen. Denn was gibt es lästigeres, als zu sich selbst ständig „Nein“ sagen zu müssen?!

1. Schokolade und Schokoriegel

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Die klare Nummer 1 auf meiner Liste ist Schokolade und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich die furchtbar gerne mag. Ich spreche hier aber nicht von Milchschokolade oder gar weißer Schokolade, sondern von ganz dunkler, herber Schokolade mit möglichst hohem Kakaoanteil. Kauft man die im Geschäft, steht allerdings Zucker auf der Zutatenliste, obwohl man den nicht unbedingt gleich herausschmeckt, schon gar nicht, wenn man Milchschokolade und Zucker generell gewöhnt ist. Ich habe es zwar erfolgreich geschafft, mich von Zucker zu verabschieden und finde selbst so manche Zart- oder Edelbitterschokolade noch viel zu süß, von anderen Süßwaren ganz zu schweigen, aber Zucker ist eben Zucker und das merken Haut und Verdauungsorgane. Darum bin ich sehr glücklich darüber, viele Rezepte gefunden zu haben, in denen erklärt wird, wie man selbst zuckerfreie Schokolade zubereiten kann. Ich bin derzeit noch am Tüfteln und Herumexperimentieren, nehme mir aber fest vor, bald ein leckeres Rezept für hausgemachte Schokolade mit euch zu teilen. Die Hauptbestandteile sind jedenfalls, so viel kann ich schon verraten, Kokosöl und Rohkakao-Pulver. Das Bild ganz am Anfang dieses Beitrags verrät schon ein kleines Bisschen über meine selbst gemachte Schokolade und ich kann es kaum erwarten, euch das Rezept zu präsentieren, was definitiv bald passieren wird.

Was ich außerdem noch sehr gerne mag, sind Riegel, die schokoladig schmecken. In meiner Zeit in England habe ich regelmäßig Trockenobst-Schokoriegel gekauft und mit Genuss verzehrt. Leider sind die wirklich teuer und die Marke, die ich England so gerne hatte, gibt es in Österreich nicht. Darum habe ich kurzer Hand beschlossen, solche Riegel einfach selbst herzustellen und ich finde, sie kommen der Vorlage sehr nahe. Außerdem macht es Spaß, selbst mit den Zutaten herumzuprobieren und immer wieder neue leckere Kombinationen zu entdecken. Ich habe auf meinem Blog bereits 4 verschiedene Varianten gepostet: simple Dattel-Nuss-Riegel und drei verschiedene Versionen von Brownie-Riegeln. Probiert sie doch einfach einmal aus. Wenn sie euch zu wenig schokoladig sind, dann tut euch keinen Zwang an und nehmt ein bisschen mehr von dem Rohkakao-Pulver!

2. Kekse und Cookies

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Als Kind gab es nichts Besseres als Butterkekse mit Schokoladeüberzug, sowohl dunkle als auch Milchschokolade durfte es sein. Schön süß, knusprig und voller im Mund schmelzender Schokolade. Mittlerweile sage ich zu Butterkeksen und mehreren Gründen nein: weißes Mehl, Zucker und Butter. Sie sind mir folglich durch die Entwöhnung von alledem zu fettig und zu süß geworden. Trotzdem mag ich es gerne, zwischendurch etwas Süßes zu essen. Meine liebsten Kekse zum Selberbacken sind einerseits meine Haferflocken-Karotten-Cookies, die man übrigens ganz einfach mit Kakaonibs bestreuen kann, Schoko-Chili-Cookies und meine Ingwer-Kekse. Die sind ein Weihnachtsrezept, was ja aktuell sehr gut passt, aber wer sagt, dass man die nicht auch zu einer anderen Jahreszeit backen kann?!

3. Muffins und Kuchen

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Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Familientreffen zum Nachmittagskaffee oder -tee und vor uns stehen eine Torte, ein Kuchen und ein Teller mit Muffins. Wir wissen, in jedem dieser Süßspeisen sind Zutaten enthalten, die wir normalerweise nicht essen. Aber entweder aus Höflichkeit oder doch aus ein bisschen Guster nehmen wir dann doch gerne ein Stückchen hiervon oder davon an. Ich finde, da ist wirklich nichts dabei, aber wie schon beschrieben, gibt es in meinem Fall dann dieses Haut- oder Bauchproblem. Ja, selbst nach einem einzigen Tag, wo schlechte Lebensmittel dabei waren. Ich ärgere mich etwas darüber, dass meine Haut hier so empfindlich ist, aber es ist nunmal eine Tatsache. Trotzdem will ich ein Stück Kuchen oder einen Muffin essen und ihn gleichzeitig genießen können, was nicht unbedingt Hand in Hand geht, wenn ich beim Essen daran denken muss, wie sich das wahrscheinlich auswirken wird. Eine Lösung hierfür wäre, selbst Mehlspeisen mitzubringen, die man sowohl selbst als auch die anderen lecker finden. Das gilt aber nicht nur für Treffen mit Familie und Freunden, sondern auch für die ruhigen Wochenenden zuhause. Beispiele wären Erdbeer, Walnuss und Basilikum Muffins, Apfel, Mandel und Zimt Muffins oder viele andere Rezepte, die ich bisher geteilt habe.

4. Eis

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Ein Sommer ohne Eis ist irgendwie kein richtiger Sommer. Manchmal ist Eis wirklich täglich auf der Speisekarte, einfach weil ich es total gerne mag. In diesem Sommer habe ich angefangen, selbst Eis zu machen und ich muss sagen, es ist absolut lecker geworden. Die erste Sorte, die ich ausprobiert habe, ist Bananen-Ribisel-Eis, zuckerfrei und ohne Milchprodukte. Bananen sind eine absolut tolle Basis für Eis und es ist sehr leicht, dieses Eis zuzubereiten. Auch Kokosmilch wäre eine nette Eisbasis, allerdings habe ich damit noch nicht so viel ausprobiert. Auch Eis am Stiel lässt sich sehr einfach selbst herstellen, egal ob fruchtig oder etwas cremiger mit Kakaonibs drinnen.

5. Allerlei Desserts

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Jede Jahreszeit bietet unglaublich viele Möglichkeiten, für leckere fruchtige oder schokoladige und cremige Desserts. Meine absolute Lieblingsnachspeise ist das oben abgebildete Avocado-Schoko-Mousse. Es schmeckt einfach unglaublich gut und ein bisschen nach Schokopudding. Mein Liebling im Winter sind definitiv Bratäpfel, gefüllt mit Nüssen, Trockenobst und etwas frischem Orangensaft. Ich habe in der Adventszeit ein Rezept dafür gepostet, das euch hoffentlich ebenso begeistert wie mich!

6. Nussbutter und andere süße Aufstriche

jam raspberry chia new (6) - Kopie

In allen Geschäften häufen sich unzählige Sorten von Marmeladen, Schokoladecremes und Erdnussbutter in den Regalen. Eines der ersten gelisteten Zutaten ist jeweils, wie könnte es scheinbar anders sein, Zucker. Aber, wie auch sonst so oft, kann man dem entgehen, indem man das alles einfach selbst herstellt. Ich verspreche, das dauert auch überhaupt nicht lange. Meine Lieblingsmarmelade ist meine Himbeer-Chia-Marmelade, die zuckerfrei und trotzdem süß und fruchtig ist. Auch Erdnussbutter, andere Nussbutter oder Schoko-Haselnuss-Aufstrich kann man selbst machen. Warum nicht einfach einmal ausprobieren, damit den Zucker ausklammern und sich rundum (innen und außen) wohl fühlen?

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2 Comments

  • Reply Nikola Mittwoch, 15UTCWed, 15 Jun 2016 13:08:49 +0000 15. Juni 2016 at 13:08

    Ich liebe Erdbeeren in der Sommersaison . Sobald sie erscheinen, dann esse ich mindestens drei Mal pro Woche.

    • Reply thegreenbowl Donnerstag, 16UTCThu, 16 Jun 2016 08:39:55 +0000 16. Juni 2016 at 08:39

      Hallo Nikola,
      Geht mir genauso :-)

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