Backen mit Vienna Skill Smiths und ein Rezept für Apfel-Zimt-Galette

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Am 17. Jänner 2016 war es so weit: Vienna Skill Smiths haben es mir ermöglicht, meinen ersten eigenen Backkurs zu halten. Das Thema war, wie könnte es anders sein: „einfach vegan backen“. Besonders ging es um winterliche Mehlspeisen, die gemäß des Titels sehr schnell und ohne große Gerätschaften zuzubereiten sind. Ich möchte euch hier einen kleinen Einblick geben, wie der Backkurs abgelaufen ist und außerdem ein Rezept für eine Apfel-Zimt-Galette mit euch teilen.

Der Backkurs im Überblick

Der Kurs fand im Sektor5 in Wien Margarethen statt, einem Co-Working-Space mit einer offenen Küche, die sich perfekt für Workshops wie den meinigen eignen. Die Tickets waren in der Woche davor ausverkauft, was mich sehr gefreut hat. Aufgrund des Handlings waren wir dennoch eine kleine, feine Gruppe, die zusammen zwei meiner Rezepte gebacken und allgemein über unterschiedliche Ernährungsweisen geplaudert hat.

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Part 1: Apfel-Mandel-Zimt-Muffins

Wir haben damit begonnen, zuerst meine Apfel-Mandel-Zimt-Muffins vorzubereiten. Da ein paar der Gruppe entweder glutenfrei essen mussten beziehungsweise wollten, haben wir die Hälfte der Muffins mit Buchweizenmehl und die andere Hälfte mit Einkornmehl gebacken. Fazit: Buchweizenmehl funktioniert genauso gut wie andere Vollkornmehle. Die Konsistenz wird jedoch ein klein wenig anders, jedoch weder im positiven noch im negativen Sinn. Einfach nur etwas anders.

Part 2: Apfel-Zimt-Galette

Als die Muffins im Ofen waren, haben wir zwei kleine Galettes vorbereitet, ebenfalls wieder eine mit Buchweizen- und eine mit Einkornmehl. Bei der Zubereitung des Teiges hat sich ein ganz klarer Unterschied zwischen den beiden Mehlen gezeigt, da der Teig aus Buchweizenmehl mit der gleichen Menge an sonstigen Zutaten viel fester geworden ist und nicht so geschmeidig wie der Teig aus Einkornmehl geworden ist, der eigentlich für das Rezept vorgesehen ist. Daher hat sich die Galette weniger schön ausrollen und die Teigränder weniger gut einschlagen lassen. Fazit: Buchweizenmehl benötigt eine andere Komposition mit anderen Zutaten als Einkornmehl. Obwohl es mein Kurs war, wo ich etwas weitergeben wollte, habe ich selbst auch noch etwas dazu gelernt. Normalerweise verwende ich kein Buchweizenmehl, da ich Buchweizen nur im Rotationsprinzip essen soll. Da es aber im Kurs aus ebensolchen Gründen nötig war, ein glutenfreies Mehl als Alternative anzubieten, habe ich das Experiment gerne auf mich genommen. Geschmeckt hat’s aber trotzdem!

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Part 3: Input rund ums Thema Milchprodukte und Eier ersetzen

Bei der Verkostung war es mir dann noch ein Anliegen, den TeilnehmerInnen ein paar Tipps dazu zu geben, wie man Eier und Milchprodukte beim Backen beziehungsweise beim Kochen allgemein gut ersetzen kann. Es war und ist mir wichtig, zu zeigen, dass es keine große Hexerei ist, vegan zu backen, sondern dass die altbekannten tierischen Produkte ganz einfach zu ersetzen sind, sollte es überhaupt nötig sein, einen Ersatz für sie zu finden. Ich habe dazu ein Handout erstellt, das zum überwiegenden Teil auf meinem Blogpost vom letzten Herbst rund um dieses Thema aufgebaut war. Wer hierzu Genaueres lesen möchte, klickt einfach hier.

Ein paar Worte zu den beiden Rezepten

Ich habe bewusst Rezepte ausgewählt, die sehr einfach sind und zwar deshalb, weil ich den TeilnehmerInnen etwas mitgeben wollte, das auch sehr gut und schnell zuhause umsetzbar ist. Was nützt es einer/m Berufstätigen oder StudentIn, in einem Backworkshop aufwendige Torten zu backen, wenn man zum Nachmachen daheim kaum Zeit und Muße findet? Natürlich hätten viele an so einem Workshop eine große Freude, davon nehme ich mich nicht aus. Dennoch war es viel eher mein Ziel, das vegane Backen in den Alltag sehr einfach integrieren zu können.
Wesentlich an den Rezepten ist außerdem, dass sie saisonal sehr gut abwandelbar sind. Äpfel lassen sich in den Muffins zum Beispiel auch durch Birnen ersetzen. Für die Galette gibt es unzählige Möglichkeiten, sie zu belegen. Einige von euch kennen vielleicht mein Rezept für eine sommerliche Galette mit Beeren und Marillen, das auch im Cooking Magazin veröffentlicht worden ist. Daran ist gut zu erkennen, dass diese leichte Obsttarte für alle Geschmäcker etwas hergeben kann.

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Mein Fazit zum Backkurs

Ich hatte unglaublich viel Freude daran, zusammen mit Interessierten zu backen, zu plaudern und ein bisschen etwas von meiner Erfahrung als Alles-Selbst-Macherin in einer großteils veganen Küche weiterzugeben. Diese Erfahrung, die mir Vienna Skill Smiths ermöglicht hat, ist eine sehr wertvolle und ich denke, dass ich sehr vieles davon für die Zukunft, vor allem als Bloggerin, mitnehmen kann. Ich hoffe, es wird sich bald wieder die Gelegenheit ergeben, einen ähnlichen Kurs zu halten. Meine Motivation dazu ist schier grenzenlos!

Und nun zum Rezept für die Apfel-Zimt-Galette!

Zutaten für 1 Galette:
1 1/2 Tassen Vollkornmehl
1/4 Tasse eiskaltes Wasser
8 Esslöffel Rapsöl oder flüssiges Kokosöl
1 Esslöffel Ahornsirup
1 Prise Salz

Für den Belag:
2 große Äpfel
2 Esslöffel Ahornsirup
2 Teelöffel Zimt
1 Prise gemahlene Ingwer
1 Prise gemahlene Nelken

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Zubereitung:
Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Öl und Ahornsirup dazu geben und einmal umrühren. Dann nach und nach Wasser einrühren. Nicht das ganze Wasser auf einmal zugießen, da man eventuell nicht alles davon braucht. Falls etwas mehr benötigt wird, einfach einen Schuss mehr Wasser dazu geben.

Alles zu einem Teig verkneten und ein längliches Stück formen. Dieses in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 15 Minuten in den Kühlschrank geben.

Den Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

In der Zwischenzeit die Äpfel vierteln, entkernen und dann in sehr dünne Spalten schneiden. In einer Schüssel mit Gewürzen und Ahornsirup vermischen.

Sobald der Teig fertig ist, einen Bogen Backpapier auf die Arbeitsfläche oder ein großes Holzbrett legen und den Teig dünn und kreisförmig darauf ausrollen. So ist es einfacher, den Teig auf dem Backblech zu platzieren. Mit Äpfeln kreisförmig belegen, dabei den äußeren Teigrand freilassen und diesen dann einklappen. Die Galette für ca. 25-35 Minuten, je nach Backrohr, backen. Kurz auskühlen lassen und nach Belieben lauwarm oder kalt genießen!

Saison: Frühling, Sommer, Herbst Winter

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