Heimische Superfoods und Wo Sie zu Finden Sind

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Zurzeit gehen die Verkühlungen reihum. Mich haben sie auch schon besucht. Um sie wieder loszuwerden, kann man freilich in die Apotheke gehen und sich etwas holen. Oder man sucht recherchiert zwecks Hausmitteln, so wie ich letztens. Oder aber man versucht, so gut es geht vorzubeugen – mit tollen Lebensmitteln. Dazu braucht man aber weder Weizengras noch Goji-Beeren oder Chia-Samen. Superfoods gibt’s nämlich auch bei uns! Die helfen zwar nicht alle gegen Verkühlungen – auch wenn wir uns das vielleicht zurzeit wünschen würden – können aber noch tausende andere tolle Sachen.
Allerdings will nicht ich euch heute etwas darüber erzählen, sondern ich lasse die AutorInnen von FitundGesund.at sprechen. FitundGesund.at ist eine Seite, auf der ihr wissenswerte Informationen zu den Themen Gesundheit, Fitness und Ernährung finden könnt. Ich hab die Seite auch schon ein paar Mal durchstöbert und hab so einige spannende Artikel gefunden. Darum freue ich mich über diesen Gastartikel, den sie für meine Seite verfasst haben. Bühne frei für alle die Superfoods, die vor unseren Haustüren wachsen!

Als Superfoods werden Lebensmittel bezeichnet, die im Vergleich zu anderen Lebensmitteln einen besonders hohen Vital- und Nährstoffgehalt aufweisen. Ihnen werden gesundheitsfördernde und heilsame Wirkungen nachgesagt. Ob Chia-Samen, Goji-Beeren oder Matcha: auch die Werbeindustrie hat den Begriff „Superfood“ für sich entdeckt. Die Märkte werden derzeit mit den neumodischen und exotischen Wundermitteln aus aller Welt überschwemmt. Sicherlich hat ein Großteil der Lebensmittel auch die Aufmerksamkeit verdient, teilweise wurde auch die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt, doch die langen Transportwege, die damit verbundenen Schäden für die Umwelt und die hohen Preise geben den Superfoods einen schlechten Nebengeschmack. Dabei liegt das Gute so nah.

Regionale Alternativen

Bereits unsere Großeltern haben von besonderen Eigenschaften bestimmter, heimischer Lebensmittel gewusst. Und diese können durchaus mit den Superfoods mithalten. Wir zeigen Ihnen heute ein paar Alternativen zu Acai-Beere und Co., die preiswerter sind, deren Schadstoffbelastung häufig geringer sind und die nicht um die halbe Welt zu uns geflogen werden müssen.

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Leinsamen statt Chia-Samen

Chia-Samen punkten durch ihren hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, Kalium, Magnesium und Kalzium. Doch der Leinsamen muss sich nicht verstecken: Sein Anteil an ungesättigten Fettsäuren sowie den weiteren positiven Inhaltsstoffen liegt genauso hoch wie beim Chiasamen, teilweise sogar noch darüber.

Der Leinsamen hat zudem noch den Vorteil, dass der Kaloriengehalt sowie die Kohlenydrate etwas niedriger liegen als beim Chia-Samen, was natürlich gerade bei einer Ernährungsumstellung mit dem Ziel der Gewichtsreduktion positive Effekte haben kann. Ballaststoffe sorgen zudem für eine langanhaltende Sättigung.

Schwarze Johannisbeere anstelle von Goji-Beere

Genauso schmackhaft wie die Goji-Beere ist die heimische, schwarze Johannisbeere. Doch wie steht es um die heilsamen Kräfte? Die Goji-Beere soll unter anderem durch ihren hohen Vitamin C Gehalt antioxidativ und antibakteriell wirken. Mit 177 mg pro 100 g liegt dieser jedoch bei der schwarzen Johannisbeere weitaus höher.

Auch andere Beeren, wie Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren sind reich an wichtigen Inhaltsstoffen (Vitamin C, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Eisen, Kalzium, Folsäure). Durch dessen Verzehr kann das Herzinfarkt- sowie das Krebsrisiko gesenkt werden. Durch ihre antioxidative Wirkung gelten sie als natürliches Anti Aging. Zudem wirken sie entzündungshemmend und stärken das Immunsysten.

Aufgrund der langen Transportwege ist bei der Goji-Beere auch mit Vitaminverlusten zu rechnen. Verschiedene Tests konnten zudem erhöhte Pestizidwerde in Form von Pflanzenschutzmitteln bei der Frucht feststellen, die im Verdacht stehen, krebserrregend zu sein.

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Regionaler Tee statt Matcha-Pulver

Ein neues Trendgetränk ist Matcha. Ob als Tee oder im Smoothie, das Pulver ist flexibel verwendbar. Das Matcha-Extrakt, über dessen Geschmack sich streiten lässt, wird aus den Blättern des grünen Tees gewonnen. Er soll blutdrucksenkend sein und sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Doch wissenschaftliche Ergebnisse über diese Wirkungen gibt es noch nicht.
Greift stattdessen zu Tee und Kräutern aus regionalem Anbau, dabei werdet ihr sogar noch preiswerter zu einem wahrscheinlich genauso befriedigendem Ergebnis kommen:

• Kamillentee wirkt beruhigend, schmerzlindernd, blutdrucksenkend und hilft bei Verdauungsbeschwerden.
• Brennesseltee punktet mit seiner entschlackenden und entgiftenden Wirkung.
• Thymiantee ist auf Grund seiner krampf- und schleimlösenden Wirkung sehr beliebt.
• Hagebuttentee besticht vor allem mit einem hohen Gehalt an Vitamin C.
• Melissentee hilft bei Schlaflosigkeit.
• Pfefferminztee sorgt für eine Linderung bei Übelkeit und Magenschmerzen.
• Salbeitee wirkt antiseptisch und kann bei Halsschmerzen sowie Entzündungen im Mundbereich angewendet werden.

Brokkoli und Kohlgemüse statt Weizengras

Weizengras in Pulver-, Saft oder Tablettenform ist reich an Chlorophyll. Dies verleiht den Pflanzen den leuchtenden Grünton. Chlorophyll wirkt beim Menschen krebsvorbeugend, verdauungsfördernd und zudem entgiftend.

Brokkoli und Grünkohl strotzen ebenfalls von dem wertvollen Inhaltsstoff, und sind zudem noch schmackhaft. Neben dem Grünkohl solltet ihr übrigens gerade zur Saison auch die weiteren Kohlsorten beachten. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe und der hohe Anteil an sekundären Pflanzenstoffen wird oftmals unterschätzt.

Der Rotkohl besitzt z. B. 50 mg Vitamin C auf 100 g, was der Hälfte des Tagesbedarfs eines Erwachsenen entspricht. Und der leckere Grünkohl schmeckt auch ohne die Wurst ganz fabelhaft als Curry mit einer leckeren Kokossauce. Mehr gesunde Informationen über Kohlgemüse gibt es hier: Kohlgemüse
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Fazit

Eine ausgewogene Ernährung und die Deckung der täglichen Nährwertbedarfe sind wichtig, um Krankheiten vorzubeugen und auch im Alter fit und agil zu bleiben. Superfoods leisten hierzu zweifelsohne einen wertvollen Beitrag. Doch wirklich notwendig sind sie nicht, können wir doch mit regionalen Produkten den Bedarf an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen genauso gut und sogar noch preiswerter und umweltschonender abdecken.

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